Wir vergleichen in einem Rechenbeispiel eine fondsgebundene Riesterrente mit einer fondsgebundenen Privatrente.

Das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (Ivfp) hat eine Analyse real existierender Riester-Verträge durchgeführt, bei welcher bisher 23.500 anonymisierte und in der Auszahlung befindliche Riester-Verträge untersucht wurden. Ein Auszug aus der Publikation vom Ivfp im Zitat:

„Der eine Kritikpunk ist, dass sich „riestern“ nur lohne, wenn man ein biblisches Alter erreicht, sprich die Nettorenten übersteigen erst sehr spät die Nettoaufwände/-einzahlungen des Kunden. Der andere Aspekt ist die oft kritisierte geringe Rendite für den Kunden. Hier werden häufig zu hohen Kosten angemerkt. Die Analyse, der uns bisher vorliegenden 23.500 anonymisierten Verträge zeigt, dass die Kritik an der Riester-Rente in den beiden untersuchten Aspekten ungerechtfertigt ist. Es wurde eine Beitragsrendite im Durchschnitt von 3,4 Prozent festgestellt. Weiterhin übersteigen die Nettorentenzahlungen in der Untersuchung die Nettobeiträge des Kunden im Durchschnitt bereits nach 14 Jahren, was in der Untersuchung etwa einem durchschnittlichen Alter von 78 Jahren entspräche.“

Den kompletten Beitrag finden Sie >> hier.

Ein Rechenbeispiel – Riesterrente vs. Privatrente

Zudem gibt es von den Riester-Kritikern nie eine Empfehlung oder ein Hinweis zu einer alternativen Anlage zur Riesterrente! Aber lassen Sie uns doch mal schauen und vergleichen wir eine fondsgebundene Riesterrente mit einer fondsgebundenen Privatrente am Beispiel eines 30 Jahre alten Single mit einem Vorjahresbrutto von 35.000 EUR, welcher zum 67. Lebensjahr in Rente gehen möchte.

Fondsgebundene Riesterrente mit 100 % garantiertem Rentenfaktor für das Garantie- und das Fondsguthaben

Erklärungen zur Berechnung:

Wieso nur Eigenbeiträge?
Alternative wäre z. B. private Rente ohne Förderung; dort müsste ja für die gleiche Rente mehr einbezahlt werden oder kommt bei gleichem Eigenbeitrag weniger raus; die Riesterförderung heißt ja genau deshalb „Förderung“ weil diese on top kommt bzw. als RABATT abgezogen wird.

Steuer?
Bei „einbezahlte Eigenbeiträge“ wurde keine Steuerersparnis abgezogen; somit muss auch nicht verheimlicht werden, dass der spätere Rentenanspruch zu versteuern ist!

Steinalt werden?
Bei angenommener Garantiezeit fließt die Rente auch mindestens so lange – ob an Rentner oder Hinterbliebene – ansonsten lebenslang! In diesem Beispiel wäre der Break-Even nach 10,9 Jahren erreicht; beim „möglichen Rentenanspruch“ wurde die jährliche Steigerung durch den Versicherer nicht berücksichtigt!

Überschussrente?
Grundlage der Berechnung ist eine fondsgebundene Riesterrente mit einer Annahme von 3 % Wertentwicklung nach Kosten.

Fondsgebundene Privatrente mit 100 % garantiertem Rentenfaktor für das Garantie- und das Fondsguthaben

Alternative Privatrente ohne Förderung, also mit dem Eigenbeitrag bei Riester und ohne Berücksichtigung einer Steuerersparnis bei Riester (1.025 EUR p. a.) sowie ebenfalls mit einer Annahme von 3 % Wertentwicklung nach Kosten.

Aus unserem Rentenrechner erhalten wir folgende Zahlen des Nettoeinkommen-Vergleichs bei Ablauf:

Vergleich des Nettoeinkommens mit der Nettorente nach heutiger Kaufkraft in 2057:
Vorhandene private Absicherung = 237,10 € (nach Inflation 237,10 €)
Riesterrente (privat) Übergabe aus Riester-Rechner 237 € (aus 289,00 € Brutto)

Vergleich des Nettoeinkommens mit der Nettorente nach heutiger Kaufkraft in 2057:
Vorhandene private Absicherung = 220,87 € (nach Inflation 220,87 €)
Private Rentenversicherung (fondsgebunden) mit Kapitalwahlrecht 220,87 € (aus 245,00 Brutto)

ZUSAMMENGEFASST bedeutet das:

Der Tabelle können Sie also die „Pro-Argumente“ für Riester deutlich sehen: Sie haben eine Steuerersparnis von insgesamt ca. 6.734 EUR (bis zum Rentenalter). Wenn Sie diese angenommene Steuerersparnis jährlich reinvestieren, bei 3% Rendite, würden Sie bei Renteneintritt (67. Lebensjahr) bei ca. 12.405 EUR rauskommen.

FAZIT: Es ist ein Fakt, Riester lohnt sich eben doch!